Das Werk
Klangbilder in Acryltempera
Nur selten verläßt der Künstler in seinen Acrylmaterial-Bildern vollkommen den Bereich des Gegenständlichen; doch sind die Abstraktionstendenzen in einzelnen Mappen und Schaffensphasen unterschiedlich stark ausgeprägt.

Vor allem in seinen Unikatmappen zu klassischer Musik wird seine künstlerische Entwicklung vom Erfassen und Schildern der sichtbaren Wirklichkeit hin zu abstrakten, symbolbeladenen Aussagen nachvollziehbar.

Bereits in den siebziger Jahren eröffneten ihm fruchtbare Begegnungen mit herausragenden Kirchenmusikern und Aufführungen wie das Weihnachtsoratorium der Bochumer Kantorei oder Orffs Carmina Burana mit dem Wittener Bachchor den Zugang zur Musik als Arbeitsthema der eigenen Kunst.

Am Anfang stehen gegenständliche Originalzeichnungen zu Stockhausens „Aus den sieben Tagen" und zum Petrus-Oratorium von Henning Frederichs.

Schließlich wird ihm die Acryltempera zum geeignetsten Mittel, um die konkret nicht darstellbaren, abstrakten und emotionalen Aussagen klassischer und moderner Musikstücke bildlich umzusetzen.

Bereits 1985 stellt er einen Gemäldezyklus zu Vivaldis „Vier Jahreszeiten" im Salon d'Automne in Paris vor. Ein umfangreiches Mappenwerk illustriert das Köchelverzeichnis der Kompositionen Mozarts.

Gemäldezyklen in Acryl zu Carl Orff und zu Bach zeigen leuchtende Farbklänge, deren Tonalität die Dramaturgie der Musik nachvollzieht. Später entstanden in thematischer Überhöhung ausdrucksstarke Klangbilder zu Verdis Opern, bei denen das figurative Element kaum merklich in den Hintergrund tritt.

"Zu J. S. Bach"
(Unikatmappe)
Acrylmaterialbild