Das Werk
Lebensraum und Umwelt -
Die heimatliche Umgebung
Ernst Peter Rades künstlerische Entwicklung orientierte sich von Anfang an der Landschaft in der er lebt. Die Suche nach eigenen Inhalten und Ausdrucksformen führte ihn nicht in die großen Museen. Vielmehr lieferte ihm sein unmittelbarer Lebensraum fruchtbare Anregungen für bildnerische Aussagen.

Nach seinem Umzug von der Stadt aufs Land entstand eine Vielzahl von Arbeiten, die Landschaften und Dörfer des Edertals und Rothaargebirges zeigen. Niemals verläßt der Künstler in diesen Werken den Bereich des Gegenständlichen, doch sind die Abstrahierungstendenzen unterschiedlich stark ausgeprägt, wie sich in dem in warmen Farben gehaltenen Acrylbild „An der Eder" zeigt. Flüchtige, dunkle Pinselstriche bilden das architektonische Gerüst der dichtgedrängten Häuser. Licht und Schatten werden in leuchtenden und warmen Farben erfahrbar.

Ein anderes Mal hielt Ernst Peter Rade in naturalistischer Darstellung Eindrücke von pittoresken Fachwerkarchitekturen fest. Zu einer facettenreichen Komposition verbindet er sorgfältig ausgeführte Szenen eines Hühnerhofs aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Zartfarbene Aquarelle zeigen malerische Altstadtgassen eines mittelalterlichen Städtchens. Zum Lebensraum oberes Edertal - Rothaargebirge entstanden gleichfalls mehrere Ausstellungsplakate und Umweltkalender.

Eine einzigartige Stellung innerhalb von Ernst Peter Rades Gesamtwerk nimmt die künstlerische Ausgestaltung der Lindenhofkapelle ein, die man ihm 1990 übertrug. Die Kapelle mußte wegen einer Ortskernveränderung umgesetzt werden und wurde im Lindenhof wieder aufgebaut. Von Rade stammt sowohl der Wetterhahn, als auch das Glasfenster der Ostwand. Die leuchtende Komposition, strahlt zugleich Würde und Kraft aus.
An der Eder
Aquarell
Aus einem Kalender
Pinsel und Feder
Vom Lindenhof "Beckers Hof"
Federzeichnungen