Das Werk
Künstlerische Techniken
In seinen Arbeiten bemüht sich Ernst Peter Rade stets um eine adäquate formale Darstellung der gewählten Inhalte. Grundlegende Voraussetzung des hohen Qualitätsanspruchs an die eigene Kunst aber ist die souveräne Beherrschung der künstlerischen Techniken, derer er sich bedient.

Früh schon wurde ihm die Acryltempera zum geeignetsten Arbeitsmaterial um kreative Aussagen zu treffen. Acryltempera ist eine Technik, die vom Künstler in jahrzehnte langer Arbeit entwickelt wurde. Sie ist eine schichtweise aufgetragene Technik ähnlich der Temperamalerei, deshalb „Acryltempera", die durch eine eigens entwickelte Grundierung auf Bütten aufgetragen wird (ohne zu „wellen") und mit Lasuren aus Öl und Wachs abgeschlossen wird. Diese Technik wurde auch für Malen auf Leinen und als wetterfeste Oberflächengestaltung für Plastiken und Wandgestaltungen fortentwickelt. Für dieses „Lebenswerk", zusammengefaßt in den „Jahresringen", verlieh die Internationale Kunstakademie Rom 1996 den Magistertitel und in der Folge den Dr. hc.
Die Druckgrafik dagegen spielt in Rades Gesamtwerk eine eher untergeordnete Rolle. Zumeist aber bevorzugte er in seinen Grafiken solche Druckverfahren, die einen handwerklich orientierten Arbeitsprozeß erforderten.

In einer der Bildhauerei verwandten Vorgehensweise entstand eine Reihe von Linolschnitten. Im Gegensatz zum Holzschnitt ermöglicht das Linoleum dem Künstler die freiere Umsetzung schwingender Linien in seinen Arbeiten. Besonders schön wird dies auf dem Plakat „Tierpark Bochum" und dem Linolschnitt „Erntephase" sichtbar.

Unter den Tiefdruckverfahren bevorzugt Ernst Peter Rade die Kaltnadelradierung. Diese Technik erlaubt ihm unmittelbar, spontan und intuitiv zu arbeiten.
"Erntephase"
Linolschnitt
"Naturstudie"
Kaltnadel
Linolschnitt für Tierplakat