Das Werk
Pinselzeichnungen
Vor allem in seinen Handzeichnungen greift der Künstler immer wieder Motive aus der Natur auf. Dafür wurde die Pinselzeichnung zu seinem bevorzugten Medium. Ernst Peter Rade, der Naturmensch, schafft diese Werke zumeist aus dem Gedächtnis und kommt ganz ohne das konkrete Vorbild aus.
Seit den sechziger Jahren entstehen seine Natur- und Tierstudien in Acryltempera, mit der feinere Lavierungen als mit Tusche erreicht werden können. Die malerischen Qualitäten der Pinselzeichnung ermöglichen dem Künstler dabei, starke Oberflächenreize, zarte Modellierungen und feine Hell-Dunkel-Kontraste herauszuarbeiten.


Flecken, Linien und Flächen fügen sich in diesen Handzeichnungen zu einem formal reduzierten Abbild zusammen, das sich ganz auf das Wesentliche konzentriert.
Das Federkleid einer Gruppe fliegender Fasane etwa entsteht aus dynamischen Pinselstrichen und Flecken, die sich unter Miteinbeziehung des weißen Blattgrundes zu höchst lebendiger Stofflichkeit vereinen. In fließender, schwungvoller Zeichentechnik modelliert Ernst Peter Rade die Tierkörper, deren Plastizität vertiefte Schatten und zarte Lichteffekte betonen. Festigende Konturen werden häufig nur großzügig angedeutet und zugunsten einer organischeren Gestaltung auf ein Minimum reduziert. Nur manchmal unterstützt er die Pinselzeichnung mit feinen an- und abschwellenden Federstrichen. In seinen Landschaftsskizzen, die in gleicher Technik entstehen, fügen sich reiche Kontrastierungen und malerische Modellierungen zu lebhaften Schilderungen der Natur. Eine stimmungsvolle Uferstudie etwa zeigt vor zartfarbig angedeuteter Hügellandschaft eine von dichten Tannen umgebene steinerne Brücke, deren Mauerwerk aus feinen Pinselstrichen entsteht.
Fasanenflug
Illustrationsserie
Ederbergland
Pinselzeichnung zu Druckgrafik
"Zwingerbegegnung"
(auf der Hochzeitsreise mit
Hindernissen)
Pinselzeichnung
"Osterhase war da"
Pinselzeichnung