Das Werk
Frühwerke der Studienzeit
Einen festen Bildaufbau aus klar umrissenen, farbigen Formen zeigt gleichfalls ein Selbstportrait aus dem letzten Studienjahr, in dem sich der Künstler als Till Eulenspiegel sieht. Expressive Heil-Dunkel-Kontraste rhythmisieren die in großzügiger Spachteltechnik entstandene Komposition. Leuchtende Farbvariationen lagern sich über einen dunklen Grund, der die Farbwirkung kaum merklich vereinheitlicht und der als zurücktretende und daher raumhaltige Kontur der Figur stehengelassen wurde.

Ernst Peter Rades Selbstportrait als Till Eulenspiegel ist eines der wenigen Ölgemälde aus der Frühzeit des Künstlers. Der langwierige Arbeitsprozeß, bedingt durch die notwendigen Trocknungsphasen der Ölmalerei, stand seiner spontanen Arbeitsweise entgegen. Verwendete er dennoch Ölfarben, so bevorzugte er das Arbeiten mit dem Spachtel, was einer eher bildhauerischen Gestaltung aus dem Material heraus gleichkommt.
Bereits in den frühen Arbeiten, die noch vor oder während seiner Studienzeit entstanden, findet er mit der Darstellung der Natur und ihrer Tierwelt zu einem der zentralen Themen seiner Kunst. Kindheits- und Jugenderfahrungen in den weiten, unberührten Eibauen um Dresden sensibilisierten den Künstler schon in jungen Jahren für Fragen des Naturschutzes und der Arterhaltung.
Von Anfang an verzichtet er in seinen Tierbildern auf akribische, allzu naturalistische Einzelheiten, um charakteristische Merkmale der Erscheinung und der Wesensart der Tiere zu steigern.

Die reine, gefühlsmäßige Betonung des Wesens bestimmter Tierarten zeigen die Aquarelle einer Semesterarbeit für die Dortmunder Werkkunstschule, die nach Motiven aus dem Tropenhaus und dem Naturkundemuseum in Dortmund entstand.
In einem Mappenwerkvereinen sich großzügige Pinsel wischer und leuchtende Farben zu höchst lebhaften Abbildern exotischer Blumen und Tiere.
Tukane
Aquarell