Das Werk

Frühwerke der Studienzeit

Während seiner Studienzeit an der Dortmunder Werkkunstschule wurde der junge Rade mit den verschiedensten künstlerischen Techniken vertraut. Nach den Vorsemestern wechselte er zunächst in die Bildhauerei. Schließlich besuchte er vom Elternhaus angeregt, welches sich um die berufliche Zukunft des Sohnes sorgte, die Grafikklasse.

Die Studienarbeiten jener Jahre markierten den Anfangspunkt einer formalen Eigenständigkeit, die Ernst Peter Rade konsequent weiterentwickelte. Schon in seinen frühen Bildern manifestierte sich sein spezifischer Umgang mit Farbe und Form.

Wie einst die Expressionisten formte er die sichtbare Wirklichkeit um, abstrahiert Farbe und Gegenstand, um aus geschlossenen Linien und verfestigten Formen elementare Bilder zu schaffen. Mehrere Stilleben etwa, die während der Vorsemester bei dem Dozenten Vahle entstanden, zeigen verfremdete Pflanzen und Objekte. In den mit Kaseinfarbe auf Karton gemalten Tischlandschaften setzt sich der Künstler mit dem goetheschen Farbkreis auseinander und schafft expressive Farbakkorde. Schwingende konvexe und konkave Formen und Linien erinnern an die Nierentischästhetik der fünfziger Jahre. Die abstrahierten Gegenstände dieser Kompositionen entstehen aus deutlich voneinander abgesetzten Farbflächen, die in Beziehung zueinander gestellt werden.
Till - "ein Selbstportait
Öl auf Leinen
Stilleben mit Glas
Tempera auf Karton