Biografie
Umweltprojekte rufen Ernst Peter Rade auch ins Rothaargebirge. Er verliert sein Herz ans Ederland, kauft eine Wiese und beginnt mit dem Bau seines Atelierhauses. Er orientiert sich weg von der Stadt, die Natur ist stärker. In einer großen Dokumentationsausstellung blickt er zurück auf eine weitere Tätigkeit: Der Künstler als Kunsterzieher. 1978 kann er dann im neuen Haus einem kleinen Kreis treuer Begleiter seine Eröffnungsausstellung zeigen. 1979 gibt es nach 19 Ehejahren eine Zäsur.

1980 heiratet Ernst Peter Rade seine zweite Frau Hella, eine Tierärztin. Das Atelierhaus wird zum beliebten Treffpunkt von Musik- und Kunstfreunden, Natur- und Tierschützern. Ernst Peter Rade spricht von seinem „kreativen Freundeskreis". Der Bekanntheitsgrad des Einzelnen, meint er, hängt von Können und Fleiß ab. Beides wird dem Künstler immer wieder attestiert. Für alles sucht und findet er eine Ausdrucksweise. Zum Umweltschutz kam er über den Greifvogelschutz. Eine wochenlange Horstbewachung rund um die Uhr beispielsweise sichert 1980 nicht nur die Aufzucht; diese beschert auch einen vollen Skizzenblock, aus dem ein illustrierter Erlebnisbericht wird.
Jährlich entstehen umfangreiche Zyklen und Mappen, Musik und Farben gehen immer häufiger in seiner Arbeit Symbiosen ein, Harmonien aus Farbe und Licht werden zur Hauptthematik. Er gestaltet die kleine Kapelle seiner neuen Heimatgemeinde, vom farbigen Glasfenster bis zum Hahn auf dem Dach und gießt Luchse als Wahrzeichen des Ortes in Bronze. So wie er sich für die Greifvögel engagiert, tut er es auch für die Schlittenhunde: Bei der Weltmeisterschaft entstehen dynamische Bilder voller Spannung und Dramatik. Er steht mit seiner Familie mitten im Leben. Aktueller kann die daraus resultierende Kunst nicht sein.