Biografie
Erste Konflikte mit dem anderen deutschen Staat zeichnen sich ab. Ernst Peter Rade geht auch mit seinen Brüdern nicht zu den „Jungen Pionieren", sondern zur jungen Gemeinde. Diese frühkindliche Weichenstellung zur Kirche wird in seinem ganzen Leben Bestand haben.

1952 flieht die Familie aus der „sowjetisch besetzten Zone". Erste Station einer Odyssee ist Berlin. Dort gibt es für Kinder mit Russisch als erster Fremdsprache Auffangklassen, nicht so in Dortmund, wo der Vater eine neue Anstellung findet. Sohn Ernst Peter erlernt von 1954 bis 1975 den Beruf des Textilgestalters und Plakatmalers. Daneben belegt er erfolgreich Kunstkurse an der Konstanzer Fernakademie. Das Erlernte reicht ihm aber noch lange nicht; er besteht die Aufnahmeprüfungen für die Werkkunstschule Dortmund und die Kunstakademie in Düsseldorf. Hier geben nun die finanziellen Möglichkeiten der Eltern den Ausschlag zugunsten der Werkkunstschule.