Biografie
* 1938 ERNST PETER RADE ERBLICKT DAS LICHT DER WELT

in Heidenau bei Dresden das Licht einer Welt, für die gerade das größte Unheil des Jahrhunderts beginnt; die Bombardierung Dresdens erlebt er aus unmittelbarer Nähe. Dennoch überwiegen in der Erinnerung die schönen Seiten seiner Kindertage, die Ausflüge zum Jagdschloß Moritzburg und die Ferien bei den Großeltern auf dem Land.
Er entstammt einer alten Dresdener Familie, in der das Kunsthandwerk eine lange Tradition hat. Der Vater arbeitet als Konstruktionsingenieur bei Zeiss, die Mutter ist in einem Heilberuf tätig. Bei seinen Tanten, den Künstlerinnen Sophie und Käthe Rade und im Atelier von Großonkel Karl Rade, wird sein Interesse am Malen und Zeichnen angeregt und gefördert, wozu auch der Architekt und Grafiker Hahnemann beiträgt. Getier, dessen er habhaft werden kann - damals haben Kinder noch Molche fangen können - wird nicht nur in Terrarien und Aquarien gehalten, sondern dient dem kleinen Ernst Peter, der noch zwei Geschwisterchen bekommt, auch schon als „Modell" für Zeichnungen. Auch eine Dohle gesellte sich dazu.

Gleichzeitig macht er mit einer anderen Kunstrichtung, der Musik, Bekanntschaft, die sein Leben als Maler noch ganz wesentlich beeinflussen wird. Er lernt Geige zu spielen und besteht die Aufnahmeprüfung beim Dresdener Kreuzchor.